Sommer, Sonne, Sonnenschein – je wärmer desto besser?
Hier findest du grundlegende Informationen über Hitze.
Ich bleibe möglichst im Schatten.
Aufgrund des Klimawandels nehmen die Hitzetage und Hitzewellen zu. Sie werden häufiger, werden intensiver und dauern länger.
GeoSphere Austria. (2024). Datensatzbeschreibung Klimaindizes v2.1 Jahresdaten.
GeoSphere Austria, abgerufen am 13. Mai 2026
Klimadashboard Österreich. (o. J.). Temperatur, abgerufen am 13. Mai 2026
Die Temperaturen in Österreich sind – bedingt durch den von uns Menschen verursachten Klimawandel – deutlich angestiegen. Dieser Trend zeigt sich auch in einer markanten Zunahme an Hitzetagen (≥ 30 °C). Die österreichweite Hitzebelastung nach Bezirken ist hier dargestellt. Zwischen den Jahren 1961 und 1990 erlebte beispielsweise Bregenz durchschnittlich drei Hitzetage, im Rekordjahr 2015 waren es 29 Tage mit einer Temperatur von 30°C oder höher. Expertinnen und Experten rechnen ohne globalen Klimaschutz mit einer Verdopplung oder Verdreifachung der Hitzetage bis 2100 in Österreich.

GeoSphere Austria. (2022, 22. Juli). Massive Zunahme an Hitzetagen.
Klimadashboard. (o. J.). Klimadashboard Bregenz, abgerufen am 21. Mai 2025
Umweltbundesamt. (o. J.). Hitze. Klimawandelanpassung.at, abgerufen am 22. Mai 2025
Hitze betrifft alle Menschen. Die Auswirkungen reichen von Einschränkungen des Wohlbefindens bis hin zu Hitzeerkrankungen und Tod. Beispiele für gesundheitliche Auswirkungen sind:
Die ersten Hitzewellen im Jahr haben schwerwiegendere Folgen als jene, die später auftreten. Mehr Informationen zu den gesundheitlichen Auswirkungen sind im Nationalen Hitzeschutzplan ab S. 39 zu finden.
Schmidt, A. E., Brugger, K., Csekits, C. (2024). Nationaler Hitzeschutzplan Österreich. Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, S. 39–43, abgerufen am 13. Mai 2026
Matthies-Wiesler, F., Nidens, N., Karrasch, S., et al. (2023)Auswirkungen von hohen Außentemperaturen und Hitzewellen auf Lungenerkrankungen. Zeitschrift für Pneumologie, 20, 133–143.
Da die Bevölkerung immer älter wird (Stichwort: demografischer Wandel) und der Klimawandel die soziale Ungleichheit verschärft, steigt auch die Anzahl an Personen, die gegenüber Hitze besonders gefährdet sind.
Schmidt, A. E., Brugger, K., Csekits, C. (2024). Nationaler Hitzeschutzplan Österreich. Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz.
Die Armutskonferenz, Attac Österreich, & Beigewum (Hrsg.). (2023). Es brennt! Armut bekämpfen, Klima retten.
Haas, W., Moshammer, H., Koland, O, (2018). Österreichischer Special Report Gesundheit, Demographie und Klimawandel. Austrian Panel on Climate Change (APCC), Austrian Special Report 2018 (ASR18).
World Health Organization Regional Office for Europe. (2021). Heat and health in the WHO European Region: Updated evidence for effective prevention.
Hitze hat neben den direkten Folgen auf unsere Gesundheit auch weitreichende Auswirkungen auf unser Gesundheitssystem, die Wirtschaft und uns alle, z.B durch:
Matthies-Wiesler, F., Nidens, N., Karrasch, S., et al. (2023). Auswirkungen von hohen Außentemperaturen und Hitzewellen auf Lungenerkrankungen. Zeitschrift für Pneumologie, 20, 133–143.
Aigner, E., Lichtenberger, H., Brugger, K., & Schmidt, A. E. (2023). Armutsgefährdete Kinder in der Klimakrise: Betroffene, Anpassung und soziale Infrastruktur.Endbericht von Start-Clim2022.A in StartClim2022: Schlüsselmaßnahmen, Messbarkeit und Notfallszenarien, BMK, BMWFW, Klima- und Energiefonds, Land Oberösterreich
Die Armutskonferenz, Attac Österreich, & Beigewum (Hrsg.). (2023). Es brennt! Armut bekämpfen, Klima retten.
Durch starke Sonneneinstrahlung und hohe Umgebungstemperaturen kann es zu einem Hitzeödem (Wassereinlagerungen), Hitzeausschlag oder einem kreislaufbedingten Hitzekollaps kommen. Weitere hitzebedingte Krankheitsbilder sind Hitzeerschöpfung, Hitzschlag und Sonnenstich.
Außerdem kann Hitze bestehende Atemwegserkrankungen verschlimmern, den Schlaf beeinträchtigen und das Risiko für Nierenerkrankungen, Thrombosen und Herzinfarkte erhöhen.

Hitzebedingte Gesundheitsstörungen in der hausärztlichen Praxis
Die GeoSphere Austria erstellt in Österreich Hitzewarnungen. Dafür wird berechnet, wie heiß es sich für Menschen anfühlt – nicht nur, wie warm es laut Thermometer ist. Die Berechnung basiert auf dem sogenannten Klima-Michel-Modell des Deutschen Wetterdienstes. Dieses Modell berücksichtigt Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Wind und Sonnenstrahlung. So kann man einschätzen, wie stark der sogenannte Klima-Michel (Alter 35 Jahre, Körpergröße 1,75m, Körpergewicht 75kg, Körperoberfläche 1,9m2) die Hitze spürt und wann sie zur Gefahr wird. Die aktuellen Warnungen sind hier zu finden, werden bezirksweise ausgegeben und haben folgende Abstufungen.

Schmidt, A. E., Brugger, K., Csekits, C., (2024). Nationaler Hitzeschutzplan Österreich. Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz.
GeoSphere Austria. (o. J.). GeoSphere Austria Warnungen: Hitze, abgerufen am 21. Mai 2025